Kommt da etwa Langeweile auf?

Mai 19, 2021 annshorsemanship No comments exist

Kommt da etwa Langeweile auf?

Für die Videos bitte einmal nach unten scrollen 🙂

Wir kennen es alle. In Zeiten von Corona ist es nicht möglich zu Kursen zu fahren und selbst Einzelunterricht war oder ist zeitweise nicht möglich..

Online Fortbildungen finden teilweise statt, aber meistens nicht regelmäßig und wenn keiner vor Ort ist, der sich das Pferd und den eigenen Fortschritt anschaut kann es schonmal langweilig werden..oder?

Ich muss sagen, ich dachte das würde so werden. Auch ich fahre wenn möglich mehrfach im Jahr zu Kursen um neuen Input zu bekommen, Freunde zu treffen und mich auszutauschen. Letztes Jahr hat das einmal geklappt..

Dann hab ich ja noch ein Sonderfall Pferd, Alvaro, der einen Spatbefund hat und mal gut läuft und mal schlecht. Der es aber auch einfach liebt, Zeit mit mir zu verbringen und etwas machen möchte. Da muss man schon kreativ bleiben um etwas mit ihm zu machen, ihm dabei aber nicht zu schaden..

Ich habe mir mittlerweile angewöhnt immer zu schauen wie er läuft und mein Training danach auszurichten. Da bin ich sehr flexibel geworden. Ihm scheint das zu gefallen. Sobald ich am Stall auftauche brummelt er mich an und steht sofort am Tor, bereit mitzukommen.

Aber zurück zur Langeweile: Viel neuen Input habe ich in der letzten Zeit nicht bekommen können. Dennoch habe ich mir nochmal Dinge angeschaut, die ich schon mit meinen Pferde geübt habe und habe versucht sie neu zu betrachten. So habe ich zum Beispiel mit Alvaro die Führpositionen am Boden verändert. Wo ich sonst meistens in der Handarbeit auf Schulterhöhe unterwegs war habe ich mir in letzter Zeit öfter wieder die Longe genommen um die Seitengänge zu erarbeiten, während ich hinter ihm laufe. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass mir vor allem im Renvers der äußere Zügel fehlt und ich habe zum langen Zügel gewechselt.

Alvaro war erstmal ein bisschen verwirrt, ließ sich die vertrauten aber doch irgendwie neuen Hilfen jedoch gut erklären.

Momentan arbeiten wir noch ein bisschen mehr auf derm Zirkel, sind aber auch schon in der ganzen Bahn mit unseren Seitengängen im Schritt und Trab unterwegs. Wenn wir da etwas weiter sind filme ich es vielleicht nochmal 🙂

Und schon bieten sich mir auf einmal so viele neue Dinge, die ich mit Alvaro erarbeiten kann, obwohl ich eigentlich nur meine Führposition verändert habe.

Das soll jetzt nicht heißen, dass jeder jetzt mal hinter sein Pferd gehen sollte und schauen sollte ob das klappt. Es gibt natürlich einige Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, mit denen Alvaro und ich gut vertraut sind und die wir uns vorher erarbeitet haben. Aber vielleicht könnt ihr die Übungen, die ihr im Moment durchführt neu betrachten und zum Beispiel Hütchen, Stangen etc dazunehmen. Oder etwas Abwechslung in den Trainingsalltag bringen, indem ihr die Übungen nach draußen verlegt, oder mal wieder mit dem Pferd Spazieren oder Ausreiten geht.

Auch mit Sherlock habe ich etwas geändert. Auch ihn arbeite ich oft seitlich geführt an der Hand. Piaffe, Schulhalt oder gar Terre à Terre auf Abstand hatten wir noch nicht in unserem Repertoire. Aber kürzlich hat er mir so tolle Sachen an der Longe angeboten, dass ich nicht umhin kam mich wahnsinnig zu freuen und ihn darin zu bestärken. Denn einfach nur longieren findet Sherlock ziemlich langweilig. Es muss schon mindestens ein gesetzter Galopp drin sein 🙂

Ich habe mal ein kurzes Video auf Youtube hochgeladen, dann habt ihr vielleicht eine bessere Vorstellung, wie das bei mir so aussieht.

Vielleicht hilft es euch, kreativ zu werden und einen neuen Blickwinkel zu erlangen und die Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Eure Ann

Wenn ihr Fragen zu den Videos habt kommentiert gerne hier oder auf Youtube, ich versuche sie dann zu beantworten.

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